9. Januar 2008 - bei Stephan

Es gibt für das neue Jahr 2008 zwar keine neue Regel, dass immer der vorbereiten muss, bei dem der Hauskreis stattfindet - trotzdem stand heute Stephan im Blickpunkt.
Stephan berichtete uns von Jorge aus Porto, mit dem er bei seinem Portugal-Urlaub 2006 ins Gespräch gekommen war und ihn ein bisschen mit Schuhen und Kaffee versorgt hat. Die Zeit war offenbar gut investiert. Jorge hat den Absprung von den Drogen geschafft und die Begegnung mit Stephan war ein wichtiges Erlebnis, das ihm Mut gab.

Wir sprachen darüber, wie wir Leuten begegnen und helfen können, die uns auf der Straße ansprechen und um Hilfe bitten. Wenn man ihnen Geld gibt, finanziert man möglicherweise nur den nächsten Schnaps oder die nächste Spritze. Eine gute Möglichkeit wäre es aber, den Leuten anzubieten, etwas für sie zum Essen zu kaufen. Auch ein kleines Gespräch wäre dann drin.

Wir können uns auf solche Situationen auch etwas vorbereiten und entsprechend ausstatten. Gut wäre es, den Leuten etwas hilfreiches zum Lesen geben zu können oder auch einfach eine Adresse, bei der sie mehr Hilfe finden können (Stichwort Lüdenscheid). Klar ist aber auch, dass wir vorsichtig sein müssen. Stephan berichtete von einem ehemaligen Schützling, mit dem es zum Bruch kam und der dann die Telefonnummer missbrauchte. Eine negative Erfahrung war auch, dass er fälschlicherweise von einem Polizisten in eine Schublade gesteckt wurde, als er jemanden in Köln helfen wollte. Davon brauchen wir uns jedoch nicht entmutigen lassen. Christ sein bedeutet Einsatz und die Bereitschaft, sich unbeliebt zu machen.

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