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19. Januar 2010 - bei René und Jessica

mit Jessica, Kristiina, Raphael, René, Stephan und Volker


Einige Gebetshoffnungen haben sich zu Anfang des Jahres nicht erfüllt, und so klagten wir uns zu Beginn der Runde gegenseitig ein wenig unser Leid. Volker berichtete, wie er im Gespräch mit Gott nach einer Antwort suchte, warum Gott dieses oder jenes Gebet nicht erhört. Nach der recht intensiven Frage an Gott, knöpfte er sich den Bibelleseplan vor, der bemerkens-werterweise folgenden Text parat hielt:


Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!
Matthäus 7, 7-11


Das ist zwar auch keine Antwort auf das "Warum?", aber es war uns doch eine Ermutigung! Als ob Gott sagt "Gib nicht auf, mach weiter!".


Stephan ergänzte, dass für manche Gebetserhörungen - insbesondere bei seinen Schützlingen - noch nicht die Zeit ist. Noch ist manches zu oberflächlich, und Gott muss das Herz erst tiefgehend verändern.


Auch eine interessante Feststellung war, dass der enorme Zuspruch in diesem Bibeltext eingebettet ist in die Bergpredigt. Und die Bergpredigt ist bekannt dafür, dass sie eine große Herausforderung an uns ist. Wir können uns hier nicht die Rosine der Gebetserhörung herauspicken, sondern wir müssen auch mit Gott darüber sprechen, was er von uns will. Beten wir nur, dass Gott etwas für uns tut? Oder fragen wir Gott auch danach, was wir für ihn tun können?

10. März 2009 - bei René und Jessica

mit Jessica, Katja, Kristiina, Raphael, René, Stephan und Volker

Beim gemütlichen Beisammensein mit Blätterteig-Snack berichteten Kristiina, Volker und Raphael zunächst von ihrem Ausflug zur Missionale in Köln. Dort gab es auch wieder die beliebten Traktate mit dem so genannten Notruf 5015, was für Psalm 50,15 (Rufe mich an in der Not!) steht. Doch man macht es sich vielleicht zu einfach, nur diese Zusage zu lesen und das auszulassen, was beispielsweise unmittelbar davor steht: Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde.

Der Psalm warnt uns davor, nur über Gott, seinen Bund und seine Gebote zu reden, ohne unser Leben auch entsprechend zu gestalten. Womöglich ist der Grund für so manche Enttäuschung im Gebet, dass wir genau diese Warnung nicht ernst nehmen. Bemerkenswert ist aber auch, dass wir Gott Dank opfern sollen. Dies ist für uns eine wichtige Übung, dass wir gedanklich nicht nur um unsere Probleme kreisen, sondern auch den Blick dafür gewinnen, was Gott uns Gutes tut. Dass man dabei nicht immer vor Freude überschäumen muss, zeigt schon das Wort "Opfere!" und darüber hinaus auch eine weitere Bibelstelle, nämlich Philipper 4, 4+6:

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! (...) Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!

Es ist schon etwas seltsam, dass Paulus hier so nachdrücklich Freude einfordert. Es scheint, dass man diese Freude auch in Form von Dankbarkeit einüben muss. Wir sollten jedenfalls prüfen, ob Dankbarkeit in unserem (Gebets-)Leben eine genügend große Rolle spielt.