mit Jessica, Katja, Raphael, René, Stephan, Volker
Einen Tag nach Stephans Geburtstag durften wir uns an einem sehr reichhaltigen Buffet bedienen. Ob gefüllte Blätterteigtaschen, Hackbällchen, Mozzarella, Tomaten oder diverse Käsesorten - Stephan weiß einfach, was uns schmeckt. Weniger bekömmlich waren dagegen die Lebensgeschichten von Stephans Schützlingen Fritz und Thomas, über die wir uns diesmal ausführlich unterhalten haben.
Es war wahrlich Gottes perfektes Timing, dass Stephan am Kölner Hauptbahnhof nach langer Zeit Fritz wiedertraf und ihm daraufhin eine Karte schrieb. Diese Karte erreichte Fritz dann wenige Stunden vor seiner erneuten Festnahme. So bekam Fritz einen neuen Anstoß, dass Gott in seinem Leben wirkt. Seitdem ist er aus dem Gefängnis heraus im regen Briefkontakt mit Stephan und sehr offen für ein Leben mit Gott. Wir hoffen nun, dass er die Haft nutzt, um im Glauben zu wachsen, und dass er anschließend von der Gefährdetenhilfe einen Platz in einer Familie bekommt. Was bei Fritz wir auch bei Thomas bedrückend war, ist die Einsamkeit, mit der die beiden leben. Es fehlen Bezugspersonen, es fehlt eine Familie, die Geborgenheit gibt.
Schwer zu fassen ist die Geschichte von Thomas. Wie auch seine Geschwister wurde er den Eltern entzogen und wuchs im Heim auf. Als es nach vielen Jahren endlich zu so etwas wie einer Annäherung zum Vater kam, kam dieser auf tragische Weise ums Leben. Auch die Mutter starb in diesem Jahr. Ebenso verunglückte seine ehemalige Lebensgefährtin und Mutter seines Kindes tödlich. Nach so vielen Hiobsbotschaften und vielen Jahren im Gefängnis ist leider derzeit keine positive Entwicklung bei Thomas festzustellen. Wir beten, dass Gott das Schicksal von Thomas wendet und es endlich gute Zeiten in seinem Leben geben wird.
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