mit Jessica, Kristiina, Raphael, René und Volker
In kleiner, aber feiner Runde zogen wir uns einige Ereignisse aus dem Leben des Propheten Elisa rein. In 2. Könige 6 lässt ein Prophetenjünger eine geliehene Axt fallen, die daraufhin in einem See versinkt. Elisa nimmt sich des Falles an, stößt mit einem Ast ins Wasser und prompt erscheint die Axt an der Oberfläche. Dieses ungewöhnliche Wunder zeigte uns, dass Gott nicht nur rettet, heilt und versorgt, sondern sich sogar um alltägliche Nöte kümmert und uns hilft, Sachen wiederzufinden.
Noch spannender ist die anschließende Geschichte. Das Volk Israel wird von den Aramäern bedrängt, doch Elisas Prophetien verhindern, dass die Aramäer den König Israels aufspüren. Schließlich planen die Aramäer, zunächst Elisa auszuschalten und dringen mit einem ganzen Heer in Elisas Stadt ein. Doch Elisa lässt sich nicht aus der Ruhe bringen - ganz im Gegensatz zu seinem Diener, der in Anbetracht des feindlichen Heeres weiche Knie bekommt. Dann betet Elisa zu Gott, dass seinem Diener die Augen für die geistliche Welt geöffnet werden. Prompt konnte er ein gewaltiges, geistliches Heer sehen, dass Gott um Elisa positioniert hatte. Mit dieser Gewissheit im Rücken konnten Elisa und sein Diener dann ganz cool agieren und ließen das Heer der Aramäer mit Blindheit bzw. Verwirrung schlagen. So geschlagen zog das Heer dann weiter, direkt in die Arme der israelischen Armee hinein. Wobei sie von denen dann nicht militärisch geschlagen wurden, sondern ein Festessen serviert bekamen. Völlig perplex von diesen Ereignissen wollten die Aramäer in der Folgezeit das Volk Israel überhaupt nicht mehr angreifen.
Was lernen wir daraus? Es ist erstens wichtig, dass Gott auch uns die Augen für die geistliche Welt öffnet. Dann haben wir den richtigen Überblick und nutzen die geistlichen Heere, die Gott uns zur Verfügung stellt. Zweitens können wir - gerade in Anbetracht der aktuellen Konfrontation zwischen Georgien und Russland - wieder mal lernen, dass es viel effektiver ist, den Feinden mit Freundlichkeit und Liebe zu begegnen, als sie militärisch zu bekämpfen. Das erste stiftet langfristig Frieden, das letztere schürt nur immer neue Konflikte.
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