Schwedische und norwegische Spezialitäten tischte uns Urlaubsrückkehrer Roman auf. Es schmeckte, sagen wir mal, ungewöhnlich. Gewohnt gut waren dagegen der Tee (für Volker Kaffee) und vor allem natürlich der Bibeltext. Es ging um Jeremia 29, 1-14.
Jeremia hatte es als Prophet wahrlich nicht leicht. Als Konsequenz für das gottlose Leben soll Jeremia dem Volk Israel die Strafe Gottes ankündigen: Hungersnot, Krieg, schließlich soll Jerusalem von den Feinden eingenommen und das Volk in Gefangenschaft geführt werden. Die ersten Kapitel des Buches Jeremia scheinen trostlos. Kapitel 29 ist dann endlich mal ein recht hoffnungsvoller Text. Es richtet sich an das Volk Israel in babylonischer Gefangenschaft. Einige Aussagen, die wir herausstellten:
- Die Gefangenschaft ist für das Volk Israel nicht das Ende. Gott gibt dem Volk eine Zukunft und fordert die Menschen auf, zu heiraten, sich zu mehren, Häuser zu bauen, Gärten zu pflanzen und für die Stadt zu beten. (Jeremia 29, 5-7) In welcher Gefangenschaft auch immer wir uns immer befinden: Das Leben geht weiter und Gott gibt uns eine Zukunft.
- Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen! Jeremia 29, 8
Es ist schwierig, das Wort Gottes herauszuhören. Irrlehrer werfen sogar mit Bibelzitaten um sich. Wir brauchen dringend Zeit mit Gott und den Heiligen Geist, um Gottes Worte richtig zu verstehen.
- Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen. Jeremia 29, 13+14
Fürwahr, du bist ein verborgener Gott, du Gott Israels, der Heiland. Jesaja 45,15
Wir müssen uns merken: Gott ist ein verborgener Gott! Und so kommt es, dass wir Gott nicht immer sofort erkennen und dass unsere Gebete nicht immer sofort erfüllt werden. Manchmal müssen wir uns auf eine längere Suche machen und hartnäckig mit ganzem Herzen nach Gott fragen. Wir haben aber die Zusage, dass Gott sich finden lassen will, darauf dürfen wir pochen. Beeindruckendes Beispiel war der Chinese Yun, der im maostischen China Gott ein halbes Jahr um eine Bibel anflehte. Tatsächlich suchte eines Tages ein Missionar sein Dorf auf und klopfte von Gott geleitet an seine Tür, um ihm eine Bibel zu überreichen.
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