20. Januar 2009 - bei Raphael

mit Jessica, Katja, Kristiina, Raphael, René, Roman, Stephan und Volker

Wir lasen die Bekehrung des Saulus in Apostelgeschichte 9. Was können wir aus dieser Geschichte für das Thema Mission lernen?

Saulus war bis dahin ein verbohrter Christenverfolger. Niemand hätte ihn je mit Argumenten von Jesus überzeugen können. Aber Gott greift ein, er begegnet Saulus in einem Lichtkegel, macht ihn blind und spricht ihn namentlich an ("Saul, Saul, was verfolgst du mich?"). Diese übernatürliche Erfahrung bricht die Gedankenwelt von Saulus auf, er öffnet sich für Jesus. Die Verbindung von übernatürlichem Handeln und Predigt finden wir in den Evangelien ständig, dies ist der Regelfall. Jesus tut große Wunder und dies zieht die Menschen an. Wir sollten für unsere Mission auch mehr auf Gottes Handeln setzen und Wunder erwarten.

Hananias ist in der Rolle des Schatzsuchers (siehe Hauskreis Ende Dezember). Er erhält von Gott einen sehr konkreten Auftrag: Ort, Name, Anliegen werden ihm mitgeteilt. Er muss nur noch losgehen. Auch wenn er dies zunächst ängstlich zurückweist, Gott bleibt bei diesem Auftrag. Gesagt, getan - und schon erlebt Hananias Gottes verblüffendes Handeln.
Wir können erwarten, dass Gott in unsere Gedanken hineinspricht. Gottes Geist lebt in uns. Wenn wir Eindrücke - und seien es wirklich nur Gedanken - haben, sollten wir Glauben haben, dass Gott uns führen will und dem nachgehen. Wenn wir es nicht wagen, den von Gott geschenkten Eindrücken zu folgen, werden wir nichts erleben.

Warum bloß ist die Schatzsuche so unglaublich erfolgreich? Wieso beten wir manchmal stetig für das gleiche Anliegen und es passiert scheinbar nichts - aber bei der Schatzsuche handelt Gott im Überfluss? Vielleicht liegt das daran, dass wir normalerweise nur unseren eigenen Plänen nachgehen. Bei der Schatzsuche aber fragen wir ohne Vorgaben nach Gottes Vorhaben. Er kann uns dann zu den Orten und Menschen führen, an denen er heute handeln will. Es ist wie in einem Garten. Wir stehen vor den Bäumen und warten, dass bestimmte Früchte reif werden. Das können wir machen, ist auch nicht schlecht. Gott aber will uns zu den Früchten führen, die bereits reif sind und die wir ernten können.

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