mit Kristiina, Jessica, Jan, Patrick, Raphael, René, Stephan, Volker
Diesmal beschäftigten wir uns mit einem kurzen Bibeltext, der Grundlage für ein sehr erfolgreiches christliches Buch ist - "Das Gebet des Jabez". In einer langen Reihe von Namensregistern in den biblischen Chroniken finden wir die folgenden Sätze:
1. Chronik 4, 9+10
Jabez war angesehener als seine Brüder. Und seine Mutter nannte ihn Jabez; denn sie sprach: Ich habe ihn mit Kummer geboren. Und Jabez rief den Gott Israels an und sprach: Ach dass du mich segnetest und mein Gebiet mehrtest und deine Hand mit mir wäre und schafftest, dass mich kein Übel bekümmere! Und Gott ließ kommen, worum er bat.
Wir wissen kaum etwas über Jabez - nur dass ihn seine Mutter mit Kummer gebar. Offenbar war sie so traurig und bekümmert, dass sie ihren Sohn sogar dementsprechend benannte. Es ist ein Sinnbild für die Situation vieler Menschen: Die Voraussetzungen für's Leben sind nicht gut. Manchmal familiar, manchmal materiell, manchmal gesundheitlich, manchmal sogar in allen Bereichen. Doch Jabez tat das einzig Richtige - er betete zu Gott!
Das Gebet ist offensichtlich eigensinnig. Jabez erwünscht sich Segen und eine Mehrung seines Gebietes. Damit kann vieles gemeint sein: mehr Wohlstand, mehr Einfluss, mehr Glück. Außerdem bittet Jabez darum, dass kein Übel über ihn kommt. Gott soll ihn offenbar vor Leid, Schmerz und Pech schützen. Ein egoistisches Gebet, und dennoch: Gott reagiert darauf und ließ kommen, worum Jabez bat.
Was können wir lernen? Wir brauchen uns mit unserem Schicksal nicht abfinden. Gott ruft uns auf, zu ihm zu beten und um Segen und Schutz zu bitten. Gleichzeitig sollten wir aber auch sehen: Jesus lehrte uns auch ein anderes Gebet, nämlich das Vater Unser. Dort geht es um Gottes Reich und um unsere Heiligung. Das Gebet des Jabez ist also nicht alles. Aber es hat Kraft und wir sind eingeladen, es zu beten!
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