mit Jessica, Katja, Kristiina, Raphael, René und Volker
Es ist schon einige Jahre her, dass wir die Geschichte von Gideons Sieg über die Midianiter gelesen haben. Da sich keiner mehr so recht daran erinnern konnte, nahmen wir uns heute den entsprechenden Text in Richter 7 erneut vor.
Eigentlich war das Volk Israel im Kampf gegen die Midianiter weit unterlegen. Doch die bescheidenen 32.000 Krieger waren für Gottes Plan ohnehin noch viel zu viel. Wer ängstlich war, den schickte Gideon bzw. Gott gleich nach Hause, so dass noch 10.000 Mann übrig blieben. Aber auch die waren zu viel und Gott machte einen Test der besonderen Art mit ihnen. Wer am Fluss mit einer eher ungewöhnlichen, ungeschickten Art das Wasser trank (und zwar das Wasser aufleckte wie ein Hund), der wurde erwählt für die große Schlacht. Dies waren dann 300 Mann. Übertragen auf unser Leben heißt das also: Wir können noch so unbegabt sein, Gott kann uns brauchen. Es kommt allein auf unsere Hingabe und unseren Glauben an.
Vor dem Kampf bekam Gideon noch ein Zeichen des Sieges von Gott. Gideon konnte beobachten bzw. hören, wie ein midianitischer Mann von einem Traum berichtete, bei dem ein Brotlaib ins Lager rollte und alles zerstörte. Für uns klang das skurril und amüsant, doch für Gideon war es eine große Ermutigung. Als sich die israelitische Truppe dann tatsächlich rund um das Lager der Midianiter aufstellte, stürmten sie los, indem sie in ihre Hörner bliesen und Tonkrüge zerschmetterten. Die Midianiter waren offenbar dermaßen überrascht und schockiert, dass sie begannen sich gegenseitig zu bekämpfen und letztlich flohen. Mit einfachsten Mitteln errang also Gott für Israel den Sieg.
Dies mag auch in Bezug auf die aktuelle Tagespolitik interessant sein. Wenn Nationen sich hochrüsten und stark fühlen, so ist das aus Gottes Sicht wertlos. Mit Gott gibt es ganz andere Möglichkeiten. Das gilt für Nationen wie natürlich auch für unsere Kämpfe im kleinen, privaten Leben.
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