1. Oktober 2008 - bei René und Jessica

mit Jessica, Katja, Kristiina, Raphael, René, Roman und Volker

Auf dem Weg zum Hauskreis staunten Kristiina und Volker nicht schlecht, dass sie nacheinander gleich zwei potenzielle Hauskreis-Kandidaten trafen. Ein Wink Gottes? Wie auch immer, wir blieben vorerst noch in vertrauter Runde und lasen ein bisschen in Jeremia weiter.

Nachdem Jeremia bislang tapfer immer wieder das Gericht Gottes verkündete und er einem dabei wirklich schon leid tun konnte, da er sich dadurch mehr als unbeliebt machte und letztlich sogar in wenig komfortable Gefangenschaft landete, wendet sich sein Schicksal in Jeremia 39. Während die Babylonier brutal in Jerusalem einmarschierten, viele töteten und große Teile des Volkes deportierten, wies der babylonische König Nebukadnezar seine Leibwache an, Jeremia zu befreien und nach Hause gehen zu lassen. Nun konnte er zusammen mit den wenigen im Lande verbliebenen Israeliten in Frieden leben. Endlich zahlt sich seine Treue zu Gott aus, und wir können sehen, dass es sich lohnt, Gottes Wege zu gehen.

Doch allzu lange kann er sich nicht ausruhen, denn schon in Jeremia 41 braut sich neues Unheil im Land zusammen. Jismael, ein aufständischer Jude, tötete Gedalja, den neuen babylonischen Statthalter über Israel, und blieb auch danach hinterhältig und mörderisch. Zwar konnte er letztlich zurückgedrängt werden, aber fortan blieb die Furcht vor den Babyloniern und deren Zorn über den Mord an ihrem Statthalter. Die Flucht des Volkes nach Ägypten wurde in Erwägung gezogen. Jeremia tritt bei diesen dramatischen Ereignissen zunächst nicht in Erscheinung. Offenbar war es eine eher für sein Privatleben bestimmte Zeit.

Wie die Geschichte weitergeht, sollte jeder in seiner Stillen Zeit (oder besser Schrillen Zeit?) nachlesen. Jeremia steht zurzeit in der Bibellese und ein wesentlicher Punkt dieses Hauskreises war die Motivationssteigerung, Tag für Tag am biblischen Geschehen dranzubleiben.

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