mit Jessica, Katja, Fritz, Raphael, René, Roman und Stephan
Das Thema dieses Hauskreises war das Beten und warum einige Gebetsanliegen von Gott anscheinend nicht erhört bzw. noch nicht erfüllt wurden.
Fehlt uns beim Beten vielleicht das Vertrauen oder der Glauben, das Gott unsere Anliegen tatsächlich erfüllt? Beten wir vielleicht nicht so wie, wie wir beten sollten, oder welche Gründe könnten sonst vorliegen?
In Matthäus 6 ab Vers 5 geht´s um das Thema Beten und Gebet. Dabei geht Jesus zunächst einmal auf Motive und Einstellung beim Beten ein. Warum beten wir überhaupt? An wen richten wir unser Gebet? Welche innere Haltung haben wir beim Gebet? Worum bitten wir? Aus Jesu Worten wird deutlich, wie wir als seine Jünger beten können und sollen.
Matthäus 6,5: Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
„Und wenn ihr betet …” — damit beginnt Jesus seine Anleitung zum Thema Gebet. Den Jüngern, wie auch anderen Menschen in Israel, war die Idee des Betens vertraut, Gebet wurde als selbstverständlich angesehen. Allerdings war das kein Grund, auf eine Anleitung zum Beten zu verzichten, denn auch die Jünger hatten etwas zu lernen und profitierten von Jesu Unterweisung.
Jesus spricht zuerst davon, wie man nicht beten soll. Er verweist auf die Beter, die um der Leute willen in den Synagogen bzw. an anderen Orten beten, wo viele sie beobachten können. Die Schriftgelehrten und Pharisäer taten genau das, sie beteten „gern”, aber aus einer falschen und verkehrten Einstellung heraus, weshalb Jesus sie als „Heuchler” bezeichnet. Sie wollten „von den Leuten gesehen werden”, vermutlich deshalb, weil sie Leute beeindrucken wollten.
Ihre Gebete waren wohl „gut”, die Worte sorgfältig bedacht, die Form ausgewogen, und das Ganze wurde mit Überzeugung und geschulter Redekunst vorgetragen – und doch war all das vergeblich! Jesus bezeichnet sie als „Heuchler”, und ihre Gebete waren ein Beispiel dafür, wie man nicht beten soll!
Matthäus 6,6: Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten.
Wie wir uns im Gebet an Gott wenden, erzählt Jesus dann im Folgenden. Erneut spricht er zunächst davon, wie es nicht sein soll.
Matthäus 6,7 und 8: Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.
Danach gibt Jesus den Jüngern ein Beispiel von Gebet:
Matthäus 6,9: Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Es ist erkennbar, dass wir nicht zuerst um unsere Dinge bemüht sein sollten, sondern um die Angelegenheiten Gottes. Bevor das Gebet auf Dinge zu sprechen kommt, die „uns” betreffen, ist der Blick im Gebet zuerst den Dingen, die Gott betreffen, zugewandt – „dein Name … dein Reich … dein Wille”! Dies ist ein bedeutsamer Unterschied etwa zu den Gebeten der Heuchler, wo lediglich sie selbst und die anderen Leute im Vordergrund stehen.
Ein überaus wichtiger, weiterer Aspekt des Betens ist aus Gottes Vergebung heraus zu leben und anderen zu vergeben. Wir werden nicht erfolgreich und effektiv beten, wenn wir uns nicht immer wieder bewusst werden, dass wir sündigen und uns darin vor Gott schuldig machen und deshalb seiner Vergebung bedürfen. Da Gott uns vergibt, wenn wir zu ihm kommen und Vergebung suchen, können und müssen wir auch anderen gegenüber Vergebung praktizieren und in unserem Leben einander vergeben.
Vielleicht sind wir aber auch oft von bösen Dingen, Gedanken und Handlungen (wie z.B. Eifersucht, Streit, Egoismus, usw.), vor die Gott uns schützen soll, so abgelenkt bzw. belastet, dass Gott unsere Gebetsanliegen deswegen noch nicht erhört und erfüllt? Sind wir zu kleingläubig und können wir nicht glauben, dass Gott uns selbst mit Vollmacht ausgestattet hat, damit wir Dinge in seinem Namen und in seinem Willen ändern können?
Matthäus 17,20: Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. Denn wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so mögt ihr sagen zu diesem Berge:Hebe dich von hinnen dorthin! so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.
Matthäus 21,21: Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: So ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches mit dem Feigenbaum tun, sondern, so ihr werdet sagen zu diesem Berge: Hebe dich auf und wirf dich ins Meer! so wird's geschehen.
Wenn unser Gebet aus unserem tiefsten Herzen kommt, unser Gebet ehrlich gemeint ist, unser Gebet mit Gottes Willen übereinstimmt und in seinem Namen geschieht, wir nicht zweifeln und fest im Glauben an und auf Gott sind, dann wird Gott uns erhören und handeln!
Philipper 4,6: Sorget nichts! Sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden.
Jakobus 5,15: Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der HERR wird ihn aufrichten; und so er hat Sünden getan, werden sie ihm vergeben sein.
Jakobus 5,16: Bekenne einer dem andern seine Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
1. Petrus 3,12: Denn die Augen des HERRN merken auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des HERRN steht wider die, die Böses tun.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen