mit Katja, Kristiina, Jessica, Jan, Raphael, René, Stephan und Volker
Pfingsten lag nur wenige Tage hinter uns - und wir erforschten in unserer Gesprächsrunde die Bedeutung dieses Feiertages. Oftmals wird Pfingsten als Geburtstag der Kirche bezeichnet. Aber auf diese Weise werden das Ereignis eher verharmlost und entmythologisiert. Pfingsten - das ist die Ausschüttung des Heiligen Geistes auf die Christen. Christen werden auf übernatürliche Weise zu Dingen fähig, die sie als einfache Menschen nicht zu tun vermögen.
In Anbetracht von Versen wie Johannes 14, 12 (Wer an mich glaubt, der wird die Werke tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun.) oder Markus 16, 17 (Die Zeichen aber, die folgen werden, die da glauben sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben...) haben wir Gottes Wirken in uns dringend nötig. Denn so kraftvoll ist unser Glaubensalltag leider nicht.
Am Ende seiner Tage auf der Erde hat Jesus mehrfach angekündigt, dass er von uns gehen wird, aber er den Heiligen Geist senden wird. Der soll uns lehren, erinnern, trösten (Johannes 14, 26; Johannes 16, 7) und uns mit Kraft ausrüsten (Apostelgeschichte 1, 8).
Nach Jesu Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt waren die Jünger zunächst orientierungslos und ohne Kraft. Jesus erklärte den Jüngern aber in den Tagen nach der Auferstehung, dass Johannes mit Wasser getauft hat, aber sie nun außerdem noch mit Heiligem Geist getauft werden sollen. Er wies sie an, in Jerusalem darauf zu warten (Apostelgeschichte 1, 4-5). Dies ging dann mit der Pfingstgeschichte in Apostelgeschichte 2 in Erfüllung. Die Jünger hatten sich zum jüdischen Fest Schawuot in Jerusalem versammelt, mit ihnen waren viele Juden auch aus anderen Ländern dabei. Dann kamen Feuerzungen auf die Jünger herab, und diese fingen an, in Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen gab auszusprechen. Dies waren für sie fremde Sprachen, aber die Ausländer um sie herum verstanden die Sprachen. Welch verblüffendes, ungewöhnliches Wunder! Petrus begann daraufhin eine couragierte Predigt. Das Ergebnis dieses Pfingsttages war: Dreitausend Menschen bekehrten sich zu Gott.
Wir beendeten den Hauskreis mit der offenen Frage, ob dieses Geschehen, also die Taufe im Heiligen Geist und das damit verbundene Reden in fremden Sprachen, ein historisch einmaliges Ereignis war - oder ob es für uns heute noch eine persönliche Bedeutung hat.
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