18. Oktober 2011 - bei den Albrechts

mit Jessica, Kristiina, Raphael, René und Volker

Wir befassten uns diesmal mit dem absoluten Tiefpunkt im Leben von König David, nachzulesen in 2. Samuel 11 und 12.

Auslöser der Tragödie war, dass David nachlässig wurde. In einer Jahreszeit, in der er eigentlich mit seinem Heer unterwegs sein sollte, blieb er lieber zu Hause und warf einen Blick auf die schöne Nachbarin Batseba. Er lud sie ein und sie schliefen miteinander. Die daraus resultierende Schwangerschaft versuchte David noch zu vertuschen, indem er Batsebas Ehemann Urija Sonderurlaub daheim geben wollte. Doch der strebsame Urija lehnte ab. Und so löste David das Problem auf andere Weise: Er stellte Urija bei der nächsten Schlacht an aussichtslose Position. Urija kam erwartungsgemäß ums Leben, und König David konnte Batseba zu seiner Frau nehmen.

Natürlich kann David solche Vergehen nicht vor Gott verheimlichen. Gott sprach wenig später durch den Propheten Nathan zu David, und David gestand seine Schuld ein. Die ausführliche Reue kann man heute noch in Psalm 51 nachlesen. In 2. Samuel wird es hingegen nur in Vers 13 auf den Punkt gebracht:

David sprach zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den HERRN. Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben.

Das klingt in Anbetracht der schwerwiegenden Sünde schon etwas zu einfach. Doch es ist eine Lehre für den Umgang mit unseren Sünden. Wir sollen die Schuld bei Gott abladen, und sie nicht wieder hervorholen und weiter mit uns herumtragen.

Eine Konsequenz bleibt für David jedoch bestehen: Gott beschließt, dass das Kind von ihm und Batseba sterben muss. David akzeptiert dies zunächst nicht. Er kämpft um das Leben des Kindes. Er betet, bettelt, weint und fastet vor Gott. Doch es ändert nichts; das Kind stirbt. Was dann passiert ist jedoch ebenfalls bemerkenswert. In den Versen 20 und 24 lesen wir:

Da stand David von der Erde auf und wusch sich und salbte sich und zog andere Kleider an und ging in das Haus des HERRN und betete an. Und als er wieder heimkam, ließ er sich Speise auftragen und aß. (...) Und als David seine Frau Batseba getröstet hatte, ging er zu ihr hinein und wohnte ihr bei. Und sie gebar einen Sohn, den nannte er Salomo. Und der HERR liebte ihn.

Es mag teilweise etwas zu forsch und herzlos wirken. Aber genauso wie David zuvor mit ganzem Herzen um das Leben seines Kindes kämpfte, so richtet er nach dessen Tod seinen Blick nach vorne. David verliert keine Zeit mit Lamentieren. Und Gott belohnt dies. Welch ein Lebensmut, welch eine Entschlossenheit!

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