4. Oktober 2011 - bei Stephan

mit Jessica, Katja, Raphael, René, Stephan und Volker

Zunächst ein kleiner Überblick: Die Bücher 1. und 2. Samuel erzählen die Geschichte von Saul und David, also der ersten beiden Könige Israels. Die Bücher 1. und 2. Könige berichten dann von allen weiteren israelischen Königen. Einen Remix dieser insgesamt vier Bücher gibt es dann noch mal in 1. und 2. Chronik.

Wir schauten uns diesmal 1. Samuel 24 an. Für David lief es lange Zeit bestens. Einst fing er als unscheinbarer Hirtenjunge an, bevor er als Musiker und Dichter an den königlichen Hof berufen wurde. Als er dann im Kampf gegen die Philister mit den übermächtigen Goliat bezwang, flogen ihm die Herzen des Volkes zu. Doch damit kippte die Stimmung beim amtierenden König Saul. Dieser begann David zu hassen. David musste vom königlichen Hof fliehen und wurde von einer ganzen Armee Sauls verfolgt.

Monate oder sogar Jahre der Flucht musste David durchleben. Wie kann mir Gott das antun, mag er sich da manches Mal gefragt haben. Zumindest ist dies unsere Frage, wenn wir in schwierigen Lebensphasen sind. Doch Gott belohnt Davids Treue! Auf seiner Verfolgungsjagd muss König Saul seine Notdurft verrichten und begibt sich dazu ausgerechnet in die Höhle, in der sich David versteckte. Es wäre nun ein Leichtes für David gewesen, Saul auf demütigende Weise umzubringen. Doch David verzichtet darauf - auch weil ihm bewusst ist, dass Saul ein gesalbter und von Gott gewollter König ist. Als Saul schließlich erkennt, dass David ihn verschont hat, fällt er ihm zu Füßen und bricht in lautes Weinen aus.

Was sagt uns das? Gott trägt uns auch durch die Wüstenzeiten. Und wenn wir dabei Gott treu bleiben und seinen Willen beachten und tun, ist alles möglich. Dann kann Gott uns sogar die ärgsten und mächtigsten Feinde in die Hand geben.

Aber David fordert uns auch auf andere Weise heraus: Er nutzt seine Möglichkeiten nicht eigensinnig aus, sondern sieht in seinem Feind einen von Gott geliebten Menschen. Auch wenn sich unser Gegenüber manchmal feindselig verhält und sich nicht auf Gottes Wegen befindet, so sollten wir dennoch in ihm einen von Gott gewollten Menschen sehen. Entsprechend sollte unser Umgang mit solchen Menschen aussehen.


Keine Kommentare: