In Katjas weihnachtlich reich geschmückten Wohnzimmer lasen wir bei Torte, Plätzchen und heißen Maronen (!) den Text in Lukas 1,1-25. Elisabeth und Zacharias hatten gottgefällig und vorbildlich gelebt, leider blieben sie aber bis ins Alter hinein ohne Kinder. Auch wenn dies in heutiger Zeit nicht mehr die Schande ist, als die es damals gesehen wurde, ist es dennoch in vielen Fällen ein Grund für Enttäuschung und Traurigkeit.
Als Zacharias in seinem Amt als Priester eines Tages mit dem höchsten Opfer betraut war und für das Volk Israel betete, erschien ihm der Engel Gabriel und kündigte ihm Nachwuchs an. Doch mehr als die Frage "Woran soll ich das erkennen?" (wahrscheinlich doch am runden Bauch) fiel Zacharias dazu nicht ein. Als Konsequenz für diesen Unglauben verschloss Gott ihm bis zur Geburt des Kindes den Mund, so dass er stumm blieb.
Einige Aspekte aus unserem Gespräch:
- Wir beten oft nur noch aus Routine. Weil wir denken, dass es irgendwie zum Christ sein dazugehört. Aber erwarten wir überhaupt noch etwas, wenn wir beten? Gott will, dass wir etwas erwarten! Gott braucht unseren Glauben, wenn etwas geschehen soll!
- Gott sprengt unser Denken: Warum sollte man (frau) nicht beispielsweise mit 60 Jahren schwanger werden? Gottes Handeln kennt keine Grenzen.
- Gott segnet uns, wenn wir nach Seinem Reich trachten: Gerade dann wird der Wunsch erfüllt, als Zacharias nicht für sich, sondern für das Volk betete.
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