mit Kristiina, Raphael, Roman, Stephan, Volker
Ich glaube, hilf meinem Unglauben! - Mit diesem Vers konfrontierte uns Raphael, und folglich beschäftigten wir uns diesmal mit Glauben und Kleinglauben. Die zugehörige Geschichte findet sich in Markus 9, 14-29.
Obwohl die Jünger einige Kapitel zuvor mit entsprechender Vollmacht ausgestattet wurden, konnten sie den sprachlosen Geist nicht austreiben. Darauf hin beklagt Jesus den Unglauben der Menschen. Interessanterweise spricht er damit vor allem seine Jünger an. Das zeigt, dass auch Christen - obwohl sie an Gott glauben - ungläubig bzw. kleingläubig sein können.
Aus dem Ende der Geschichte wird deutlich: Die Jünger waren sich über ihre Vollmachten im Klaren und versuchten, diese anzuwenden. Dabei vernachlässigten sie aber offensichtlich das Gebet. Bei uns ist das Problem eher andersrum: Wir beten, aber vertrauen vielleicht oft zu wenig darauf, das Gott seine Zusagen einhält oder Gebete erhört.
Bemerkenswert auch Vers 22 (Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!). Für uns selbst stellt sich zwar nicht so sehr die Frage, dass Gott uns helfen kann, aber dafür fragen wir uns häufig, ob Gott uns helfen will oder vielleicht doch eher andere Pläne hat. Auch wenn vielleicht manchmal unsere Bedenken begründet sind, so schwächen solche Überlegungen doch häufig unseren Glauben und machen uns kleingläubig.
Jesus unterstreicht deshalb: Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.
Wir sollen beides: Beten und Vertrauen. Bei den Jünger mangelte es in dieser Geschichte am Gebet. Bei uns mangelt es vielleicht am Vertrauen. Stephan erzählte davon, dass er mit viel Nervenflattern im Krankenhaus war und der Arzt ihn ein bisschen zu seinen Lebensumständen befragte. Obwohl der Arzt kein Christ war, wies er verblüffenderweise darauf hin, dass Stephan doch eigentlich auf Gott vertrauen dürfe und sich entspannen könne.
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