mit Jessica, Katja, Kristiina, Raphael, René, Roman, Stephan und Volker
Wir unterbrachen Raphael kurz bei seiner Diplomarbeit und trafen uns bei ihm zum Hauskreis. Roman kannte dann keine Gnade und tischte uns die Frage auf, warum wir es als Christen oft so schwer haben und uns beispielsweise mit mühseligen Krankheiten abmühen müssen. Eine Antwort darauf gab es im Hauskreis nicht, aber in 2. Korinther 6, 1-10 doch vielleicht einen teils tröstenden, teil herausfordernden Bibeltext dazu. Die Ermutigung besteht vor allem in der Zusage in Vers 2:
Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils! 2. Korinther 6, 2
Wie gut, dass wir in dieser Zeit leben dürfen! Wenn wir an das Schicksal von Jeremia denken, der dem Volk Israel verkünden musste, dass das Gericht Gottes feststeht, ist es keine Selbstverständlichkeit, in einer Zeit der Gnade und des Heils leben zu dürfen. Wir können Gott bitten und dürfen hoffen und erwarten, dass er uns hilft.
Anschließend zählt Paulus auf, was er als Apostel schon alles durchleiden musste: Ängste, Schläge, Gefängnisse, Mühen, Wachen, Fasten. Aber er konnte dabei auch erfahren, wie Gott ihn formte. Gott segnete Paulus mit Erkenntnis, Langmut, Freundlichkeit, Wahrheit und Kraft. Am Ende des Textes stehen starke Worte:
Wir erweisen uns als Diener Gottes in Ehre und Schande, (...) als die Sterbenden, und siehe, wir leben; (...) als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; (...) als die nichts haben und doch alles haben.
2. Korinther 6, 8-10
So gegensätzlich diese Worte sind, doch darin besteht für uns die Herausforderung, dass wir frei werden von allen Umständen. Es ist gut, wenn wir Gott um Dinge für's Leben bitten und sie auch bekommen. Daran sollen wir festhalten. Darüber hinaus schenkt uns Gott aber auch Glück ins Herz, wenn wir nichts haben und wenn wir in Schande leben und wenn wir verfolgt werden und wenn wir traurig sind. Frei sein von allen Umständen und gleichzeitig fröhliche Bitter und Empfänger sein - das ist das Ziel, das wir aus diesem Text herauslasen.
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