mit Jessica, Katja, Kristiina, René, Roman, Stephan und Volker
"Better than I know myself" - so hieß das Lied von Cliff Richard, das uns Stephan zu Beginn im besten 80er-Sound vorspielte. Als Vorlage für den Song diente Psalm 139, den wir dann auch gemeinsam lasen. Darin heißt es beispielsweise in Vers 2-4:
Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest.
Ist das bedrohlich oder beruhigend, wenn Gott uns so gut kennt und alles über uns weiß?
Wir meinen natürlich, das ist wohltuend! Wir verstehen uns oft selbst nicht. Wir vergessen, was wir sagen und was wir beten. Wir wissen nicht, was gut für uns ist. Und deshalb ist es gut, wenn es jemanden gibt, der uns besser kennt und versteht, als wir uns selbst! So ist es möglich, Gott und seinem Handeln in unserem Leben zu vertrauen.
In Vers 15-16 heißt es: Nicht verborgen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewoben in den Tiefen der Erde. Meine Urform sahen deine Augen.
Gott kennt unsere Urform. Auch wenn wir im Laufe des Lebens vielleicht durch Sünde, Krankheit oder Niederlagen entstellt wurden, weiß Gott, wie wir eigentlich geplant und gedacht waren. Wir dürfen uns ihm anvertrauen und ihn bitten, dass er uns in diese Form bringt!
Weil wir uns selbst zu wenig kennen und wir oft nicht wissen, was gut für uns oder für andere ist - wissen wir häufig auch nicht, was genau wir beten sollen. Zu diesem Thema warfen wir auch noch einen Blick in Römer 8,26-27:
Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen erforscht, der weiß, worauf der Sinn des Geistes gerichtet ist; denn er vertritt die Heiligen, wie es Gott gefällt.
Volker berichtete von seiner Zeit mit Gott. Wenn er bei manchen Gebetsanliegen nicht genau weiß, in welche Richtung er bitten soll, schaltet er seinen Verstand aus und brabbelt Wörter, die er selbst nicht versteht. Keine Ahnung, ob das dieses "unaussprechliche Seufzen" oder Sprachengebet ist, aber er vertraut darauf, dass der Heilige Geist in diesen Momenten wirkt und für das Richtige bittet.
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