22. Februar 2011 - bei den Albrechts

mit Jessica, Kristiina, Jan, Raphael, René, Stephan und Volker

Wir lasen einen weiteren Abschnitt aus dem Buch "Wie bitte - immer noch nicht geheilt?" von Gabriele Trinkle. Diesmal berichtet GT von einer Reise in die USA zu einem Heilungsgottesdienst mit dem Vineyard-Begründer John Wimber. Im Team, das die Heilungsgebete spricht, befand sich eine Rollstuhlfahrerin. Während des Gottesdienst wandte sich eine andere Rollstuhlfahrerin an sie - und wurde geheilt! Die Hilfesuchende konnte aufstehen und ihren Rollstuhl verlassen. Die Beterin hingegen blieb mit ihrem Gebrechen zurück.Eine merkwürdige Situation. Es scheint, dass Gott zum Schreien ungerecht ist. Hierzu riefen wir uns eine Begebenheit aus der Bibel in Erinnerung, als Jesus am Kreuz hing:

Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Ha, der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz! Desgleichen verspotteten ihn auch die Hohenpriester untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat andern geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der Christus, der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz, damit wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn auch.
Markus 15, 29-31

Dass Gott seinen Sohn in diesem Fall sozusagen hängen ließ, sagt nicht aus, dass Jesus vergessen wurde oder die Beziehung zu Gott gestört war. Es war schlichtweg nicht die Zeit. Ein anderer Auftrag stand im Vordergrund. Aber natürlich hat Gott seinen Sohn nicht vergessen! Und er lässt auch uns in unserem Leid nicht alleine. Heilung und Lohn ließen auf sich warten, aber sie kamen.

Und bei aller Traurigkeit der Geschichte aus dem Heilungsgottesdienst, so können wir doch Erstaunliches aus alldem lernen: Wir brauchen nicht warten, bis wir selbst vollkommen und rundum geheilt sind, sondern Gott will unseren Einsatz schon heute! Auch wenn bei uns noch manches im Argen liegt, stattet uns Gott mit Gaben und Vollmacht aus, um anderen Menschen zu dienen.

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