Mit Oxana, Jan, Raphael, René, Stephan, Volker
Zunächst vielen Dank an Raphael, der uns eingeladen hatte und eine sehr leckere Käse-Lauch-Suppe servierte. Als besonderen Gast begrüßten wir Oxana, die mit Raphael im Krankenhaus arbeitet.
Hinter uns lagen Wochen mit schlimmen Nachrichten aus Japan und Libyen. Auch die Geschichten in der Bibel stehen im Kontext aktueller Geschehnisse. In Lukas 13, 1-5 ist die Rede von zwei Unglücken. Das eine geschah auf Anordnung des Despoten Pilatus, der offenbar ein Blutbad in einem Tempel anrichten ließ. Das andere war der Einsturz eines Turmes in Siloah, wodurch 18 Menschen ums Leben kamen. Vielleicht war dies ja auch durch ein Erdbeben ausgelöst.
Jesus wurde gefragt, ob solche Unglücke als Strafe Gottes zu verstehen sind. Jesus verneint. Er stellt klar, dass sich aus solchen Unglücken keine besondere Schuld der Menschen ablesen lässt. Da wir alle Sünder sind, müsste uns streng genommen allen die Decke auf den Kopf fallen. Übrigens, der Anteil der Atomenergie am deutschen Strommix ist ähnlich hoch wie in Japan. Insofern war unsere Politik auch nicht verantwortungsvoller ausgelegt als in Japan.
Gleichzeitig ruft Jesus zur Buße auf, um Gottes Strafe zu entgehen. Wir redeten darüber, was Buße ist. Es ist ein ernsthafter Akt des Bereuens. Leider lebt man uns in der Politik oft vor, wie man bereut, ohne wirklich Schuld einzugestehen. In puncto Atompolitik fehlt es an klaren Bekenntnissen, dass man in der Vergangenheit sich schwere Fehler und Fehleinschätzungen leistete und die Bevölkerung für wirtschaftliche Interessen leichtfertig einem großen Risiko aussetzte. Und auch Herr Guttenberg war weit von ehrlicher Reue entfernt. Der Rücktritt erfolgte nicht, weil er ein Betrüger und Lügner war, sondern weil die bösen Medien ihn zu sehr von seiner eigentlichen Arbeit ablenkten. Daran wollen wir uns kein Beispiel nehmen.
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