mit Jessica, Katja, Kristiina, Stephan und Volker
Eine Geschichte, die wir schon mal hatten. Aber manches liest man ja gerne zweimal. Bevor das Volk Israel überhaupt Könige hatte, wurde es von Richtern geführt. Kein Richter in unserem Sinne, sondern im Sinne eines politischen Anführers, der unmittelbaren Kontakt zu Gott pflegte. Als solch ein Richter wurde auch Gideon berufen, so wie es sich in Richter 6, 11-24 nachlesen lässt.
Bis zu seiner Berufung war Gideon jedoch - genau wie das ganze Volk - sehr verunsichert. Die Midianiter bedrängten und verängstigten das Volk. Gideon war gerade dabei einen Teil der Ernte vor den Midianitern zu verstecken, als der "Engel des Herrn" ihm begegnet uns sagt: Der Herr ist mit dir, du tapferer Held! - Eigentlich an dieser Stelle völlig unpassend, denn Gideon war bis dahin alles andere alt tapfer. Im nachfolgenden Dialog wird klar, dass Gott Gideon als Richter berufen will und Gideon dies eher mit Erstaunen und Unglauben aufnimmt. Offenbar erkennt er die Gestalt auch nicht als Engel und fordert ein Zeichen, um die Autorität zu überprüfen. Das Zeichen bekommt er - ein Feuer verzehrt die Opfergabe. Gideon ist erschüttert und hat nun keine Zweifel mehr.
Was wir lernen können: Gott sieht das Potenzial in uns. Er hält uns keinen Spiegel vor, damit wir erkennen wie schlecht und mutlos wir sind. Sondern er hält uns ein Bild mit dem vor, was aus uns werden kann. Auch wir können mutige Helden für Gott werden. Außerdem können wir sehen, dass es nicht verwerflich ist, von Gott Zeichen und Wunder zu erwarten. Gott geht auf den Wunsch Gideons nach einem Zeichen ein. Gott erweist sich nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten.
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